Der Laientheologe
SEBASTIAN LOTZER
Er gilt als maßgeblicher Verfasser der 12 Artikel von Memmingen, einem der zentralen Forderungskataloge der aufständischen Bauern im Bauernkrieg.
Rechte: LAUTseit1525/LMW, KI-generiert mit Midjourney, KI-Bild 2024/2025 (Public Domain Mark 1.0).
Die Historische Figur
Der Memminger Bürger Sebastian Lotzer spielte bei der Zusammenstellung der „12 Artikel” eine zentrale Rolle. Ursprünglich stammte er aus einer angesehenen Familie in Horb am Neckar. Sebastian erlernte – anders als seine studierten Brüder – vermutlich das Handwerk des Kürschners und engagierte sich dann vor allem als Laientheologe und Autor für die Reformation. Mit Flugschriften und teils provokativen Aktionen im Stadtraum trug Lotzer zur Verbreitung der evangelischen Lehre in Memmingen bei.
Als wortgewaltiger, bibelkundiger Laientheologe wurde er vom Baltringer Haufen als Schreiber engagiert und brachte im Rahmen der Memminger Versammlung die Forderungen der Bauern auf den Punkt. Sebastian Lotzer floh Ende April 1525 nach St. Gallen in der Schweiz. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
Schönsperger, Johann d.J.,12 Artikel von Memmingen, Zwickau 1525: “Dye Grundtlichen Vnd rech=||ten haupt Artitkl/ aller Baur=||schafft vnd Hyndersessen der || Gaistlichen vnd Weltli=||chen oberkaytẽ von || wölchen sy sich || beschwert ver=||mainen.||”
SEBASTIANS GESCHICHTE IM BAUERNKRIEG
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